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Fremdländische Puppen zu modellieren ist meine Leidenschaft und neue Maltechniken zu entwickeln ist, besonders bei den dunklen Hautfarben, sehr reizvoll für mich.
Noch nie zuvor habe ich Gesichter so aufwändig bemalt wie in dieser Kollektion. Sie sehen nicht nur so aus, als wären sie aus Porzellan - nein - sie sind viel besser! An Porzellan könnte ich niemals so arbeiten. Und das nur nebenbei: So aufwändig wie meine Vinyl Puppen jetzt sind, waren meine Porzellanpuppen noch nie.
Ich habe für die Winter Kinder zehn Puppen modelliert (und natürlich die zwei - oder genauer gesagt vier - Club Minis). Jede der Puppen hat eine andere Hautfarbe. Sie sind im überblick mit WKG1 der hellsten bis WKG10 der dunkelsten Farbe gekennzeichnet.
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Die 10 verschiedenen Hauttöne im überblick. (Bitte beachten Sie, dass wir für die obigen Farbmuster nicht die Original-Köpfe benutzt haben.) |
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Die Bezeichnung WK bedeutet "Winter Kinder" und G ist der Buchstabe für 2008. Das sind die Grundfarben des Vinyls. Aber erst durch die Bemalung werden sie zum Leben erweckt.
Die Gliedmaßen werden mit 3 verschiedenen Farben besprüht. Eine Farbe nach der anderen. Jede Farbe mische ich selbst aus 8-9 Farben an. So aufwändig war bei den Körperteilen die Farbbesprühung noch nie.
Es ist schon ein Wahnsinn. Jedes Mal wenn ich eine Kollektion fertig habe, denke ich, eine Steigerung ist nicht mehr möglich. Aber dann kommt alles ganz anders und es ist doch möglich.
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Die Kappen werden in aufwändiger Handarbeit gefärbt, bemalt und zusammengestickt. |
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Und jetzt zu den Kappen: Zuerst wird der Wollfilz gefärbt, heller als die endgültige Farbe sein wird. Dann werden sie flächig bemalt, bis die richtige Farbe erreicht ist und dann kommen die Ränder. Ein Aufwand, an den ich jetzt noch gar nicht denken will. Die Bemalung ist unglaublich aufwändig. Eine Schwierigkeit kommt noch zusätzlich dazu, man kann nicht in einem Zug die Kappen fertig machen. Jede Farbe, und somit jeder Arbeitsvorgang, muss extra trocknen, damit weitergemalt werden kann. Wenn die Bemalung fertig ist, werden die Kappen mit Zierstichen von Hand zusammengenäht. Ich habe jeder Kappe, in künstlerischer Freiheit, jeweils die Länder aus denen die Kinder kommen, zugeordnet.
Ich habe ganz bewusst sehr viel Fantasie in diese Kollektion einspielen lassen. Das spiegelt sich in den Gesichtern, die alles offen lassen, den Gliedmaßen, der Kleidung und in den Kappen wider. Alles ist möglich in dieser Kollektion, auch das, was Sie selbst in den "Kindern" sehen. Sie werden zu dem, was Sie in sie hineinlegen.
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Nakuma, der Sioux Junge, trägt einen aufwändingen, handgemachten "Dance Bustle".
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Nakumas Tanzbein-Bindung.
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Der ganz besondere kleine Indianerjunge Nakuma, von dem Stamm der Sioux (gesprochen Ssuh) aus Nord Dakota, tanzt auf einem großen Pow Wow und hat seinen Dance Bustle auf den Rücken gebunden, den Indianer nur tragen, wenn sie an einem Pow Wow teilnehmen. An seiner Kleidung, an den Armen und am Kopf hat er wunderschönen, handgemachten Lederschmuck. Nakuma tanzt sich in seinen Traum.
An seinem Stoffkörper und an seinem rechten Tanzbein, ist jeweils ein Band eingenäht. Wenn man die Bänder fest zubindet, bleibt sein Bein in der Tanzbewegung
Und jetzt zu einer Sensation:
Der rechte Arm von Tscharle ist so stark angewinkelt, dass er gar nicht aus einer Form gezogen werden kann - sagt jeder, der etwas davon versteht!
Nur habe ich auf solche Aussagen nie gehört.
Ich habe mich getraut, gleich zwei Paar Arme zu modellieren, die ganz stark angewinkelt sind, wobei der rechte Arm von Tscharle alle Rekorde schlägt.
Ich habe unseren Männern am Ofen die modellierten Originale gezeigt und sie gefragt, ob sie glauben es schaffen zu können, sie aus der Form zu ziehen - und sie haben gesagt, das schaffen wir schon!
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Die zunächst unmöglich scheinende Aufgabe, einen solch extremen Armwinkel aus der Form zu ziehen, ist nach Wochen von Fehlversuchen letztendlich doch geglückt! |
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Die Mutterformen waren fertig und sie haben probiert und probiert und probiert. Wochenlang sind die Arme wie kaputte und verbrannte Gummischlangen aus den Formen gekommen, Teile sind stecken geblieben und verbrannt. Die Männer mussten mühsam die Kleinteile aus den Formen holen, ohne die Form zu verletzen.
So ging es wirklich ein paar Wochen und alle 4 Männer waren entmutigt. Aber zwei von ihnen haben es dann doch weiter versucht und tatsächlich nach ein paar Tagen kamen die ersten "fast" guten Arme heraus. Wir waren alle überglücklich.
Hier möchte ich Christian Bannasch und Robert Faltyn ein großes Dankeschön sagen für ihr Durchhaltevermögen und für das gute Ergebnis.
Aber auch Peter Bieniek und Marian Bieniek sind daran beteiligt, auch ihnen ein Dankeschön.
Tscharles anmutige Handhaltung, verleiht ihr ein unglaubliches Charisma. Anna Lus Armhaltung unterstreicht ihre Zartheit.
Diese Arme revolutionieren die Vinylproduktion und sie sind ein Riesenerfolg für uns.
Herzlichst, Ihre
Annette Himstedt |